{"id":10856,"date":"2025-05-12T10:00:57","date_gmt":"2025-05-12T10:00:57","guid":{"rendered":"https:\/\/stuttgartertageszeitung.de\/?p=4842"},"modified":"2025-05-12T10:00:57","modified_gmt":"2025-05-12T10:00:57","slug":"wadephul-erhoht-druck-auf-putin-taurus-lieferung-weiter-unklar","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/pappusaha.com\/frankfurtherhandelsblatt\/wadephul-erhoht-druck-auf-putin-taurus-lieferung-weiter-unklar\/","title":{"rendered":"Wadephul erh\u00f6ht Druck auf Putin \u2013 Taurus-Lieferung weiter unklar"},"content":{"rendered":"\n<p>Au\u00dfenminister Johann Wadephul hat nach seinem Besuch in Kiew den Druck auf Russland erh\u00f6ht. Gemeinsam mit seinen Amtskollegen aus Frankreich, Polen und Gro\u00dfbritannien fordert er Verhandlungen zwischen Moskau und der Ukraine. W\u00e4hrend der Kreml eine 30-t\u00e4gige Waffenruhe ablehnt, zeigt sich der ukrainische Pr\u00e4sident Wolodymyr Selenskyj bereit, am Donnerstag in der T\u00fcrkei mit Wladimir Putin zu sprechen. Doch bei der Lieferung des Taurus-Marschflugk\u00f6rpers bleibt Kanzler Merz unentschlossen. Das sorgt f\u00fcr Kritik, unter anderem vom fr\u00fcheren ukrainischen Botschafter Andrij Melnyk.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Deutschland fordert Gespr\u00e4che \u2013 Russland lehnt Waffenruhe ab<\/h3>\n\n\n\n<p>Kurz nach Amtsantritt reiste Au\u00dfenminister Johann Wadephul gemeinsam mit Vertretern aus Frankreich, Polen und Gro\u00dfbritannien in die Ukraine. Ihr Ziel: Ein Zeichen der Solidarit\u00e4t setzen und den Druck auf den Kreml erh\u00f6hen. Die Botschaft war deutlich \u2013 Russland soll direkte Gespr\u00e4che mit Kiew aufnehmen.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch Moskau bleibt hart. Im russischen Staatsfernsehen hie\u00df es, der Vorschlag einer einmonatigen Waffenruhe werde \u201egepr\u00fcft\u201c. Zuvor hatte der Kreml das Angebot abgelehnt. Stattdessen bot Russland an, Gespr\u00e4che in der T\u00fcrkei zu f\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Selenskyj zeigt Gespr\u00e4chsbereitschaft in der T\u00fcrkei<\/h3>\n\n\n\n<p>Der ukrainische Pr\u00e4sident Wolodymyr Selenskyj erkl\u00e4rte sich bereit, Wladimir Putin am Donnerstag in der T\u00fcrkei zu treffen. Dieses \u00fcberraschende Signal wurde sowohl in Europa als auch in Washington aufmerksam registriert. Ein solches Treffen w\u00e4re das erste direkte Gespr\u00e4ch seit langem.<\/p>\n\n\n\n<p>Politische Beobachter werten dies als Chance auf eine m\u00f6gliche Ann\u00e4herung \u2013 auch wenn viele Fragen offenbleiben. Vor allem der Kreml hat sich bisher nicht offiziell zum Treffen ge\u00e4u\u00dfert.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Wadephul warnt Moskau \u2013 Haltung zu Taurus bleibt offen<\/h3>\n\n\n\n<p>Wadephul betonte in Kiew, dass der Westen \u00fcber \u201estarken politischen, wirtschaftlichen und milit\u00e4rischen Druck\u201c verf\u00fcge. Dieser solle genutzt werden, um Russland an den Verhandlungstisch zu bringen. Gleichzeitig \u00e4u\u00dferte sich der Au\u00dfenminister zur\u00fcckhaltend zur Lieferung des Taurus-Marschflugk\u00f6rpers.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eWir pr\u00fcfen alle Optionen, aber eine Entscheidung ist noch nicht gefallen\u201c, sagte Wadephul. Diese Zur\u00fcckhaltung st\u00f6\u00dft nicht nur in der Ukraine auf Kritik.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Kritik von Ex-Botschafter Melnyk: \u201eZeichen der Schw\u00e4che\u201c<\/h3>\n\n\n\n<p>Der fr\u00fchere ukrainische Botschafter in Deutschland, Andrij Melnyk, reagierte emp\u00f6rt. Auf X (fr\u00fcher Twitter) schrieb er: \u201eDass Deutschland sich bei der Taurus-Lieferung weiter dr\u00fcckt, ist ein fatales Signal \u2013 an Putin und an unsere Partner.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Melnyk forderte eine klare Haltung und sprach von einem \u201eZeichen der Schw\u00e4che\u201c. Auch in der Regierungskoalition gibt es Stimmen, die auf eine rasche Entscheidung dr\u00e4ngen. Vor allem Gr\u00fcne und FDP hatten sich in der Vergangenheit offen f\u00fcr die Lieferung gezeigt.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Uneinigkeit innerhalb der Bundesregierung<\/h3>\n\n\n\n<p>Bundeskanzler Friedrich Merz sieht sich wachsender Kritik ausgesetzt. W\u00e4hrend er betont, keine Eskalation zu riskieren, fordern andere eine klare Unterst\u00fctzung der Ukraine. Laut Umfragen w\u00fcnschen sich mehr als 60 Prozent der Deutschen eine st\u00e4rkere Rolle der Bundesrepublik bei der Verteidigung ukrainischer Interessen.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch aus dem Bundestag werden Forderungen laut. Der CDU-Politiker Roderich Kiesewetter sagte im ZDF: \u201eWenn wir wollen, dass die Ukraine sich verteidigen kann, m\u00fcssen wir liefern. Taurus w\u00e4re ein wichtiger Schritt.\u201c<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Medwedew reagiert vulg\u00e4r auf Waffenruhe-Vorschlag<\/h3>\n\n\n\n<p>Der russische Ex-Pr\u00e4sident Dmitri Medwedew hat sich unterdessen in sozialen Medien abf\u00e4llig \u00fcber den westlichen Vorschlag ge\u00e4u\u00dfert. Er bezeichnete das Angebot einer Waffenruhe als \u201el\u00e4cherlich\u201c und reagierte mit beleidigenden Worten. Die russische F\u00fchrung selbst \u00e4u\u00dferte sich bisher nicht offiziell zur Teilnahme an einem m\u00f6glichen Treffen in der T\u00fcrkei.<\/p>\n\n\n\n<p>Die diplomatischen Bem\u00fchungen um ein Ende des Kriegs in der Ukraine haben neuen Schwung erhalten. Ein m\u00f6gliches Treffen zwischen Selenskyj und Putin in der T\u00fcrkei k\u00f6nnte Bewegung bringen. Gleichzeitig steht Deutschland vor einer Richtungsentscheidung: Soll Taurus geliefert werden oder nicht?<\/p>\n\n\n\n<p>Der Druck auf die Bundesregierung w\u00e4chst \u2013 aus dem In- und Ausland. Au\u00dfenminister Wadephul setzt Zeichen, doch echte Klarheit fehlt noch. Eine Entscheidung \u00fcber die Waffenhilfe d\u00fcrfte in den kommenden Tagen von zentraler Bedeutung sein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Au\u00dfenminister Johann Wadephul hat nach seinem Besuch in Kiew den Druck auf Russland erh\u00f6ht. Gemeinsam mit seinen Amtskollegen aus Frankreich, Polen und Gro\u00dfbritannien fordert er Verhandlungen zwischen Moskau und der Ukraine. 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