{"id":10866,"date":"2025-05-14T05:54:46","date_gmt":"2025-05-14T05:54:46","guid":{"rendered":"https:\/\/stuttgartertageszeitung.de\/?p=4874"},"modified":"2025-05-14T05:54:46","modified_gmt":"2025-05-14T05:54:46","slug":"cdu-kritisiert-spd-vorstos-zur-rentenreform-bilger-warnt-vor-alleingangen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/pappusaha.com\/frankfurtherhandelsblatt\/cdu-kritisiert-spd-vorstos-zur-rentenreform-bilger-warnt-vor-alleingangen\/","title":{"rendered":"CDU kritisiert SPD-Vorsto\u00df zur Rentenreform \u2013 Bilger warnt vor Alleing\u00e4ngen"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kaum ist die neue Bundesregierung unter Kanzler Friedrich Merz im Amt, gibt es bereits Streit. Bundesarbeitsministerin B\u00e4rbel Bas (SPD) will Beamte, Selbstst\u00e4ndige und Abgeordnete in die gesetzliche Rentenversicherung einbeziehen. Die CDU zeigt sich davon wenig begeistert. CDU-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Steffen Bilger forderte am Dienstag in Berlin, sich an den Koalitionsvertrag zu halten. Seine Kritik richtet sich nicht nur an die SPD, sondern auch an Kanzler Merz selbst.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Bilger: \u201eKoalitionsvertrag ist Richtschnur\u201c<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In einem Pressegespr\u00e4ch machte Bilger deutlich: \u201eIch kann jedem nur empfehlen, sich eng am Koalitionsvertrag zu orientieren.\u201c Er erinnerte daran, dass die Verhandlungen zwischen CDU und SPD schwierig gewesen seien. Am Ende habe man gemeinsame Ziele beschlossen. \u201eWenn alle Beteiligten sich daran halten, kann die Zusammenarbeit in der Regierung gelingen\u201c, so Bilger.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Damit meint er auch: Vorschl\u00e4ge wie der von Ministerin Bas sorgen f\u00fcr Unruhe. Sie seien im Koalitionspapier nicht vorgesehen. Solche Vorst\u00f6\u00dfe k\u00f6nnten das Vertrauen innerhalb der Koalition gef\u00e4hrden.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Kritik auch an Merz: Lieferketten-Vorsto\u00df nicht abgestimmt<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bilger \u00e4u\u00dferte sich auch zum Verhalten aus den eigenen Reihen. Kanzler Friedrich Merz hatte bei seinem Besuch in Br\u00fcssel die EU-Lieferkettenrichtlinie infrage gestellt. Auch dieser Punkt ist im Koalitionsvertrag nicht geregelt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bilger nahm Merz dennoch in Schutz: \u201eMein Appell richtet sich grunds\u00e4tzlich an alle Regierungsmitglieder.\u201c Merz\u2019 Position sei im Rahmen einer wirtschaftsfreundlichen Linie vertretbar. Ziel der Koalition sei es, B\u00fcrokratie abzubauen und die Industrie zu entlasten. Dennoch w\u00fcnscht sich Bilger mehr Abstimmung \u2013 auch innerhalb der Union.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">SPD-Rentenplan sorgt f\u00fcr Irritation<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Fokus der Kritik bleibt aber vor allem der Vorschlag von B\u00e4rbel Bas. Die Ministerin m\u00f6chte langfristig Beamte und Selbstst\u00e4ndige in die gesetzliche Rentenkasse einbinden. Das Konzept soll die Rentenversicherung stabilisieren und f\u00fcr mehr Gerechtigkeit sorgen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei der CDU sorgt der Plan jedoch f\u00fcr Unmut. Bilger sagte, der Vorschlag habe \u201eIrritationen\u201c ausgel\u00f6st. Gerade zu Beginn der Regierungsarbeit m\u00fcsse der Fokus auf der Umsetzung des Koalitionsvertrags liegen. Grunds\u00e4tzliche Strukturreformen k\u00f6nnten sp\u00e4ter diskutiert werden \u2013 aber nicht einseitig.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Union sieht keine L\u00f6sung im Bas-Vorschlag<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bilger h\u00e4lt wenig von dem Plan. Zwar w\u00fcrde die Einbeziehung neuer Gruppen kurzfristig mehr Geld in die Rentenkasse bringen. Doch langfristig w\u00fcrden durch zus\u00e4tzliche Anspr\u00fcche neue Belastungen entstehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eDer Vorschlag hilft uns nicht weiter\u201c, so Bilger. Die Pensionen f\u00fcr Beamte seien ein wichtiger Faktor, um Stellen im \u00f6ffentlichen Dienst attraktiv zu halten. Viele Beh\u00f6rden h\u00e4tten bereits heute Schwierigkeiten, Fachkr\u00e4fte zu finden. Eine Abschaffung der Pensionen k\u00f6nne dieses Problem noch versch\u00e4rfen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Appell an die Koalition: Zusammenarbeit statt Streit<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Trotz der scharfen Kritik setzt Bilger auf Zusammenarbeit. Er betonte, dass CDU und SPD gemeinsam f\u00fcr Stabilit\u00e4t sorgen wollen. \u201eWir haben uns vorgenommen, dass die Koalition ohne st\u00e4ndigen Streit arbeitet\u201c, sagte er.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Auseinandersetzung um die Rentenreform sieht er als Warnsignal. Vorschl\u00e4ge sollten k\u00fcnftig intern abgestimmt und mit dem Koalitionsvertrag abgeglichen werden. Nur so k\u00f6nne eine verl\u00e4ssliche Politik entstehen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Bewertung: Politischer Start mit Stolpersteinen<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Vorsto\u00df von B\u00e4rbel Bas zeigt: Die neue Koalition ist noch auf der Suche nach einem gemeinsamen Kurs. CDU und SPD m\u00fcssen Wege finden, wie sie ihre unterschiedlichen Positionen konstruktiv einbringen. Das gilt besonders f\u00fcr gro\u00dfe Themen wie die Rentenpolitik.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die klare Kritik von Bilger macht deutlich, dass Alleing\u00e4nge nicht erw\u00fcnscht sind. Gleichzeitig zeigt sein Appell zur Zusammenarbeit, dass die Union an einer funktionierenden Regierung interessiert ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie sich die Debatte weiterentwickelt, bleibt offen. Klar ist aber: Die Erwartungen an die neue Bundesregierung sind hoch \u2013 und erste Konflikte lassen sich nicht vermeiden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kaum ist die neue Bundesregierung unter Kanzler Friedrich Merz im Amt, gibt es bereits Streit. Bundesarbeitsministerin B\u00e4rbel Bas (SPD) will Beamte, Selbstst\u00e4ndige und Abgeordnete in die gesetzliche Rentenversicherung einbeziehen. Die CDU zeigt sich davon wenig begeistert. 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