{"id":10556,"date":"2025-04-30T09:53:39","date_gmt":"2025-04-30T09:53:39","guid":{"rendered":"https:\/\/stuttgartertageszeitung.de\/?p=4682"},"modified":"2025-04-30T09:53:39","modified_gmt":"2025-04-30T09:53:39","slug":"wagenknecht-bei-maischberger-klare-worte-nach-wahlschlappe-und-kritik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/pappusaha.com\/kartnerzeitung\/wagenknecht-bei-maischberger-klare-worte-nach-wahlschlappe-und-kritik\/","title":{"rendered":"Wagenknecht bei \u201eMaischberger\u201c: Klare Worte nach Wahlschlappe und Kritik"},"content":{"rendered":"\n<p>In der ARD-Sendung \u201eMaischberger\u201c zeigte sich Sahra Wagenknecht zum ersten Mal \u00f6ffentlich nach der entt\u00e4uschenden Bundestagswahl. Die Chefin des B\u00fcndnis Sahra Wagenknecht (BSW) wies jegliche Kritik an ihrer Person und ihrer F\u00fchrungsweise entschieden zur\u00fcck. Trotz interner Spannungen und eines schwachen Wahlergebnisses will sie die Z\u00fcgel nicht aus der Hand geben.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Kritik nach Wahl: Wagenknecht k\u00e4mpft um Deutungshoheit<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Bei \u201eMaischberger\u201c reagierte die 55-j\u00e4hrige Parteivorsitzende sichtlich gereizt. Die Sendung begann mit Diskussionen \u00fcber das schlechte Abschneiden des BSW bei der Bundestagswahl. Wagenknecht erkl\u00e4rte, es habe \u201eZ\u00e4hlfehler\u201c gegeben, weshalb man eine Wahlpr\u00fcfungsbeschwerde eingereicht habe. Die Moderatorin Sandra Maischberger hakte kritisch nach \u2013 was zu sp\u00fcrbarer Spannung f\u00fchrte.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Missverst\u00e4ndnis sorgte zus\u00e4tzlich f\u00fcr Unruhe. Wagenknechts Aussage, \u201ees gibt uns jetzt ein gutes Jahr\u201c, wurde von Maischberger so verstanden, als wolle sie andeuten, dass das BSW nicht mehr lange existieren werde. Wagenknecht stellte jedoch klar: \u201eDas war nicht so gemeint.\u201c<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Interne Konflikte: Th\u00fcringen als Streitpunkt<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Ein zentrales Thema war der innerparteiliche Streit im Landesverband Th\u00fcringen. Dort wurde Katja Wolf zur Landesvorsitzenden gew\u00e4hlt \u2013 gegen den ausdr\u00fccklichen Wunsch von Wagenknecht. Die Parteichefin sprach von einem \u201eProfilverlust\u201c, weil das BSW sich in manchen Regionen zu stark an andere Meinungen angepasst habe.<\/p>\n\n\n\n<p>Besonders kritisch \u00e4u\u00dferte sich Steffen Sch\u00fctz, der bisherige Co-Vorsitzende in Th\u00fcringen. Er trat nicht erneut an und kommentierte in seiner Abschiedsrede: \u201eEs ist sch\u00f6n, wenn wir in Talkshows f\u00fcr Meinungsfreiheit eintreten. Wenn dieser Raum aber in der eigenen Partei eingeschr\u00e4nkt wird, l\u00e4uft etwas falsch.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Wagenknechts Reaktion darauf war deutlich: \u201eEine Partei braucht ein klares Profil. Ich komme aus einer Partei, wo der Meinungskorridor so breit war, dass niemand wusste, was er w\u00e4hlt. Das hat sich ge\u00e4ndert.\u201c<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>F\u00fchrungsstil in der Kritik: \u201eKeine stalinistische Kaderpartei\u201c<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Maischberger sprach mehrfach die Kritik an Wagenknechts F\u00fchrungsstil an. Der Vorwurf: Sie wolle zu viel allein bestimmen. Die BSW-Chefin konterte: \u201eWenn ich mich durchsetze, hei\u00dft es, ich sei autorit\u00e4r. Wenn ich mich nicht durchsetze, hei\u00dft es, ich habe den \u00dcberblick verloren.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Sie betonte, dass sie ein Team w\u00fcnsche, das \u201edie Regierung kritisch begleitet\u201c und nicht deren verl\u00e4ngertes Sprachrohr sei. Trotzdem sei ihr bewusst, dass eine Partei von mehreren K\u00f6pfen getragen werden m\u00fcsse.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>R\u00fccktritt? Wagenknecht denkt \u00fcber neue Struktur nach<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Auf die Frage, ob sie an R\u00fccktritt denke, antwortete Wagenknecht klar: \u201eIch werde nicht ewig weitermachen. Aber ich bleibe, bis dieses Projekt fest etabliert ist.\u201c Eine Neuaufstellung sei denkbar. Die Verantwortung solle k\u00fcnftig auf mehrere Schultern verteilt werden, m\u00f6glicherweise auch mit einem neuen Parteinamen.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Aussage \u00fcberrascht, denn nach der Wahlniederlage war vielerorts mit ihrem R\u00fcckzug gerechnet worden. Auch der Journalist Paul Ronzheimer merkte zu Beginn der Sendung an: \u201eDie politische Logik w\u00e4re eigentlich: Die Karriere ist zu Ende.\u201c<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Weitere Themen der Sendung: Klima, CDU und politische Gr\u00e4ben<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Neben Wagenknecht waren auch Philipp Amthor (CDU) und Klimaaktivistin Luisa Neubauer zu Gast. Zwischen beiden kam es zu einem offenen Schlagabtausch. Neubauer kritisierte die CDU scharf f\u00fcr gemeinsame Abstimmungen mit der AfD und eine Kleine Anfrage mit \u00fcber 500 Fragen zum Thema Klima. \u201eDie Union hat sich verd\u00e4chtig gemacht\u201c, sagte sie.<\/p>\n\n\n\n<p>Amthor konterte emp\u00f6rt: \u201eWer Mitte-Rechts mit Rechtsextremismus gleichsetzt, schadet der Demokratie.\u201c Die politische Debatte zeigte, wie tief die Gr\u00e4ben zwischen den Lagern derzeit sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch Journalistin Laura Kipfelsberger \u00e4u\u00dferte sich besorgt. Sie sprach von einem \u201eKabinett der Kulturk\u00e4mpfer\u201c, wenn f\u00fchrende CDU-Politiker wie Alexander Dobrindt oder Wolfram Weimer mitregieren sollten. Das erschwere eine Einigung mit der SPD.<\/p>\n\n\n\n<p>Sahra Wagenknecht zeigt sich unbeirrt. Trotz der Wahlniederlage und offener Kritik aus der eigenen Partei denkt sie nicht an R\u00fcckzug. Im Gegenteil: Sie will das BSW umbauen und st\u00e4rken. Ob ihr das gelingt, bleibt offen. Klar ist aber: Die politische Debatte um ihre Person ist l\u00e4ngst nicht vorbei.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der ARD-Sendung \u201eMaischberger\u201c zeigte sich Sahra Wagenknecht zum ersten Mal \u00f6ffentlich nach der entt\u00e4uschenden Bundestagswahl. Die Chefin des B\u00fcndnis Sahra Wagenknecht (BSW) wies jegliche Kritik an ihrer Person und ihrer F\u00fchrungsweise entschieden zur\u00fcck. Trotz interner Spannungen und eines schwachen Wahlergebnisses will sie die Z\u00fcgel nicht aus der Hand geben. 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