{"id":10892,"date":"2025-05-26T09:10:56","date_gmt":"2025-05-26T09:10:56","guid":{"rendered":"https:\/\/stuttgartertageszeitung.de\/?p=4963"},"modified":"2025-05-26T09:10:56","modified_gmt":"2025-05-26T09:10:56","slug":"israel-setzt-offensive-in-gaza-fort-luftangriff-auf-ehemalige-schule-fordert-dutzende-tote","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/pappusaha.com\/kartnerzeitung\/israel-setzt-offensive-in-gaza-fort-luftangriff-auf-ehemalige-schule-fordert-dutzende-tote\/","title":{"rendered":"Israel setzt Offensive in Gaza fort: Luftangriff auf ehemalige Schule fordert dutzende Tote"},"content":{"rendered":"\n<p>Im Rahmen seiner laufenden Offensive gegen die Hamas hat Israel im Gazastreifen erneut Ziele angegriffen. Bei einem n\u00e4chtlichen Luftschlag auf ein ehemaliges Schulgeb\u00e4ude in der Stadt Gaza sind laut pal\u00e4stinensischen Angaben mindestens 30 Menschen ums Leben gekommen, darunter viele Frauen und Kinder. Die israelische Armee sprach von einem gezielten Angriff auf eine Kommandozentrale der Hamas, in der sogenannte \u201eSchl\u00fcsselterroristen\u201c aktiv gewesen seien. Das Geb\u00e4ude sei fr\u00fcher als Schule genutzt worden, nun aber milit\u00e4risch missbraucht worden.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Angriff auf die Schule in Gaza ereignete sich in einer Phase intensiver K\u00e4mpfe. Die israelische Luftwaffe flog nach eigenen Angaben allein in den letzten 48 Stunden mehr als 200 Angriffe. Ziele seien unter anderem Tunnelsysteme, Waffenlager und Scharfsch\u00fctzenstellungen gewesen. Das israelische Milit\u00e4r erkl\u00e4rte, man habe \u201ealle erdenklichen Schritte\u201c unternommen, um zivile Opfer zu vermeiden. Unabh\u00e4ngige \u00dcberpr\u00fcfungen dieser Aussagen sind derzeit nicht m\u00f6glich.<\/p>\n\n\n\n<p>Die pal\u00e4stinensische Nachrichtenagentur Wafa berichtete hingegen, dass sich in dem angegriffenen Geb\u00e4ude viele Vertriebene aufgehalten h\u00e4tten. Durch den Luftangriff seien Zelte in Brand geraten, Dutzende Menschen wurden verletzt. Bilder aus sozialen Netzwerken zeigen Rettungskr\u00e4fte, die ein versch\u00fcttetes Kind aus Tr\u00fcmmern bergen. Die Authentizit\u00e4t der Aufnahmen wurde bisher nicht best\u00e4tigt.<\/p>\n\n\n\n<p>Am Sonntag hatte Generalstabschef Ejal Zamir bei einem Besuch in Chan Junis erkl\u00e4rt, dass Israels Milit\u00e4r seine regul\u00e4ren Infanterie- und Panzerbrigaden vollst\u00e4ndig in den Gazastreifen verlegt habe. Ziel sei es, die milit\u00e4rischen F\u00e4higkeiten der Hamas dauerhaft zu zerschlagen und Geiseln zu befreien, die sich noch immer in der Gewalt der Gruppe befinden. Laut einem Milit\u00e4rsprecher soll innerhalb von zwei Monaten rund 75 Prozent des Gazastreifens eingenommen werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Zuge der Eskalation fordern deutsche Politiker vermehrt einen Stopp von Waffenlieferungen an Israel. Adis Ahmetovic, au\u00dfenpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, sagte, dass deutsche Waffen nicht zur Verbreitung humanit\u00e4rer Katastrophen beitragen d\u00fcrften. Auch der fr\u00fchere israelische Premierminister Ehud Olmert \u00e4u\u00dferte sich kritisch und sprach von m\u00f6glichen Kriegsverbrechen.<\/p>\n\n\n\n<p>Unterdessen \u00fcbte die Mudschaheddin-Bewegung scharfe Kritik an den USA und beschuldigte Washington, insbesondere Pr\u00e4sident Donald Trump, f\u00fcr die aktuellen Angriffe mitverantwortlich zu sein. In pal\u00e4stinensischen Medien wird dieser Vorwurf breit diskutiert, ohne dass es dazu unabh\u00e4ngige Best\u00e4tigungen gibt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die internationale Kritik an Israels Vorgehen w\u00e4chst. Frankreich, Gro\u00dfbritannien und Kanada warfen dem Land eine \u201ev\u00f6llig unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfige Eskalation\u201c vor. Armin Laschet, Vorsitzender des Ausw\u00e4rtigen Ausschusses im Bundestag, wies diese Kritik jedoch zur\u00fcck. Im ZDF-\u201eMorgenmagazin\u201c sagte er, die Wirkung solcher Appelle sei \u201egleich null\u201c. Die Bundesregierung m\u00fcsse vielmehr n\u00fcchtern agieren und keine \u00f6ffentlichen Debatten auf Basis moralischer Emp\u00f6rung f\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<p>In Israel selbst wird die Strategie der Armee angepasst. W\u00e4hrend in der ersten Phase der Bodenoffensive nach dem Terrorangriff der Hamas am 7. Oktober 2023 vor allem gezielte T\u00f6tungen im Fokus standen, konzentriert sich das Milit\u00e4r nun auf die dauerhafte Kontrolle \u00fcber Gebiete. Laut Aussagen von Milit\u00e4rsprechern sollen dabei s\u00e4mtliche Einrichtungen zerst\u00f6rt werden, die von der Hamas genutzt werden k\u00f6nnten \u2013 unabh\u00e4ngig davon, ob sie fr\u00fcher zivile Funktionen hatten.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Lage im Gazastreifen bleibt dramatisch. Rund zwei Millionen Menschen leben dort unter schwierigen Bedingungen. Hilfsorganisationen berichten von einem wachsenden Mangel an Wasser, Lebensmitteln und Medikamenten. Bundesau\u00dfenminister Johann Wadephul bezeichnete die Situation als \u201eunertr\u00e4glich\u201c. Er stehe in st\u00e4ndigem Kontakt mit Israels Au\u00dfenminister Gideon Saar.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Rahmen seiner laufenden Offensive gegen die Hamas hat Israel im Gazastreifen erneut Ziele angegriffen. Bei einem n\u00e4chtlichen Luftschlag auf ein ehemaliges Schulgeb\u00e4ude in der Stadt Gaza sind laut pal\u00e4stinensischen Angaben mindestens 30 Menschen ums Leben gekommen, darunter viele Frauen und Kinder. 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