{"id":10896,"date":"2025-05-27T09:44:44","date_gmt":"2025-05-27T09:44:44","guid":{"rendered":"https:\/\/stuttgartertageszeitung.de\/?p=4975"},"modified":"2025-05-27T09:44:44","modified_gmt":"2025-05-27T09:44:44","slug":"gaza-humanitarian-foundation-beginnt-hilfslieferungen-trotz-hamas-boykottaufruf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/pappusaha.com\/kartnerzeitung\/gaza-humanitarian-foundation-beginnt-hilfslieferungen-trotz-hamas-boykottaufruf\/","title":{"rendered":"Gaza Humanitarian Foundation beginnt Hilfslieferungen trotz Hamas-Boykottaufruf"},"content":{"rendered":"\n<p>Die Gaza Humanitarian Foundation, unterst\u00fctzt von Israel und den USA, hat mit der Verteilung von Hilfsg\u00fctern an Pal\u00e4stinenser im Gazastreifen begonnen. Berichte israelischer und internationaler Medien best\u00e4tigen, dass die vor wenigen Monaten gegr\u00fcndete Stiftung t\u00e4glich mehr Hilfslieferungen bereitstellt. Die von der Hamas kontrollierte Innenverwaltung rief die Bewohner auf, das neue Verteilungssystem zu boykottieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Israel und die USA wollen mit diesem Verteilungsplan verhindern, dass die Hamas Hilfsg\u00fcter stiehlt und damit Geld verdient. UN-Vertreter sagen jedoch, Israel habe keine Beweise daf\u00fcr vorgelegt. Die Stiftung betreibt vier Verteilzentren im S\u00fcden und Zentrum Gazas, die von US-Sicherheitsfirmen gef\u00fchrt werden. Israel will so die UN und andere internationale Hilfsorganisationen umgehen. Es ist unklar, wie viele der vier Zentren bereits aktiv sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Pal\u00e4stinensische Familien sollen alle f\u00fcnf Tage einen Vertreter schicken, um ein Hilfspaket abzuholen. Die UN und Hilfsorganisationen lehnen den Plan wegen Sicherheitsbedenken und mangelnder Effektivit\u00e4t ab. Viele Bewohner m\u00fcssten gef\u00e4hrliche Kampfgebiete durchqueren, um zu den Zentren zu gelangen. F\u00fcr Alte und Kranke ist der Weg oft unm\u00f6glich. Israel k\u00fcndigte zuletzt eine gro\u00dfe Offensive an und forderte die Bewohner im S\u00fcden Gazas zum Verlassen auf.<\/p>\n\n\n\n<p>Anf\u00e4ngliche Verz\u00f6gerungen wegen logistischer Probleme wurden berichtet. Medien zeigten jedoch Fotos von Bewohnern, die Hilfspakete erhielten. Die Stiftung erwartet, in den ersten Wochen etwa 60 Prozent der Bev\u00f6lkerung versorgen zu k\u00f6nnen. Weitere Lastwagen mit Lebensmitteln und Hilfsg\u00fctern werden bald erwartet. Die Stiftung kritisierte den Hamas-Boykott und sieht darin den Versuch, das Projekt zu sabotieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Hamas bezeichnet den Verteilmechanismus als nachrichtendienstliche Operation zur Informationsgewinnung und Spaltung. Sie wirft Israel vor, Lebensmittel als Kriegswaffe einzusetzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Israel hatte im M\u00e4rz alle Hilfslieferungen nach Gaza gestoppt und die Waffenruhe mit der Hamas beendet, um Druck zur Freilassung von Geiseln zu machen. Das Vorgehen wird international stark kritisiert. Seit kurzem erlaubt Israel wieder begrenzte Hilfslieferungen, doch die UN halten diese f\u00fcr unzureichend. Am Montag kamen nach israelischen Angaben 170 Lastwagen mit Hilfsg\u00fctern nach strenger Kontrolle am Grenz\u00fcbergang Kerem Schalom in Gaza an. Die UN sch\u00e4tzen den Bedarf auf 500 bis 600 Lastwagen t\u00e4glich.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Konflikt begann nach dem verheerenden Anschlag der Hamas am 7. Oktober 2023 auf Israel. Dabei wurden rund 1.200 Menschen get\u00f6tet und mehr als 250 als Geiseln verschleppt. Die Gesundheitsbeh\u00f6rde in Gaza meldet seit Kriegsbeginn \u00fcber 53.800 Tote. Diese Zahl umfasst K\u00e4mpfer und Zivilisten und ist schwer unabh\u00e4ngig zu \u00fcberpr\u00fcfen.<\/p>\n\n\n\n<p>Unterdessen drangen israelische Bodentruppen laut Medienberichten mehrere hundert Meter ins libanesische Gebiet nahe Mais al-Jabal vor. Die israelische Armee best\u00e4tigte dies zun\u00e4chst nicht. Israel und die Hisbollah hatten im November eine Waffenruhe vereinbart, doch die Spannungen bleiben hoch. Israel zog im Februar die meisten Truppen aus dem Libanon ab, h\u00e4lt aber strategische Stellungen. Die Luftwaffe greift trotz Waffenruhe weiter Ziele im Libanon an.<\/p>\n\n\n\n<p>Es gibt widerspr\u00fcchliche Berichte \u00fcber indirekte Waffenruhe-Verhandlungen zwischen Israel und der Hamas. Die Hamas soll einem US-Vorschlag f\u00fcr eine 60-t\u00e4gige Waffenruhe, die Freilassung von zehn Geiseln und den Einlass von 1.000 Hilfslastwagen zugestimmt haben. Der US-Sondergesandte wies dies jedoch zur\u00fcck und nannte die Hamas-Position inakzeptabel. Israel meldet, dass noch mindestens 20 Geiseln lebend im Gazastreifen festgehalten werden, bei drei weiteren ist der Status unklar. Von 35 Verschleppten wurden die sterblichen \u00dcberreste gefunden. Premierminister Benjamin Netanjahu hofft auf baldige Neuigkeiten zu den Geiseln.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Hilfsaktion der Gaza Humanitarian Foundation markiert eine neue Phase im anhaltenden Konflikt. Der Boykott der Hamas und die schwierigen Bedingungen in Gaza stellen die Effektivit\u00e4t des Plans infrage. Die milit\u00e4rische und politische Lage wirkt sich weiterhin stark auf den Zugang zu humanit\u00e4rer Hilfe und das Leben von Millionen Menschen aus.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Gaza Humanitarian Foundation, unterst\u00fctzt von Israel und den USA, hat mit der Verteilung von Hilfsg\u00fctern an Pal\u00e4stinenser im Gazastreifen begonnen. Berichte israelischer und internationaler Medien best\u00e4tigen, dass die vor wenigen Monaten gegr\u00fcndete Stiftung t\u00e4glich mehr Hilfslieferungen bereitstellt. Die von der Hamas kontrollierte Innenverwaltung rief die Bewohner auf, das neue Verteilungssystem zu boykottieren. 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