{"id":10855,"date":"2025-05-11T07:20:39","date_gmt":"2025-05-11T07:20:39","guid":{"rendered":"https:\/\/stuttgartertageszeitung.de\/?p=4839"},"modified":"2025-05-11T07:20:39","modified_gmt":"2025-05-11T07:20:39","slug":"smartphone-nutzung-verandert-sich-deutsche-telefonieren-weniger-und-schreiben-mehr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/pappusaha.com\/munchnerhandelsblatt\/smartphone-nutzung-verandert-sich-deutsche-telefonieren-weniger-und-schreiben-mehr\/","title":{"rendered":"Smartphone-Nutzung ver\u00e4ndert sich: Deutsche telefonieren weniger und schreiben mehr"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In Deutschland wird das Smartphone immer seltener zum Telefonieren genutzt. Im Jahr 2021 f\u00fchrten die Menschen noch 163 Milliarden Gespr\u00e4chsminuten \u00fcber das Handy. Bis 2024 sank diese Zahl auf nur noch 145 Milliarden Minuten. Das teilte die Bundesnetzagentur auf Anfrage der dpa mit.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Beim Festnetz ist der R\u00fcckgang noch st\u00e4rker. 2020 wurden dar\u00fcber noch 104 Milliarden Gespr\u00e4chsminuten gef\u00fchrt. 2024 waren es nur noch 57 Milliarden Minuten. Klassisches Telefonieren verliert damit stark an Bedeutung.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Messenger-Dienste auf dem Vormarsch<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">W\u00e4hrend herk\u00f6mmliche Telefongespr\u00e4che zur\u00fcckgehen, nehmen Gespr\u00e4che \u00fcber das Internet stark zu. Anrufe \u00fcber Dienste wie WhatsApp, Signal oder Threema werden immer beliebter. 2022 telefonierten die Menschen in Deutschland 121 Milliarden Minuten \u00fcber solche Apps. Zwei Jahre sp\u00e4ter, im Jahr 2024, waren es bereits 197 Milliarden Minuten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch Videoanrufe werden h\u00e4ufiger genutzt. Im Jahr 2022 wurden 143 Milliarden Minuten \u00fcber Videotelefonie gef\u00fchrt. 2024 stieg die Zahl auf 184 Milliarden Minuten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dieser Trend zeigt: Immer mehr Menschen nutzen das Internet statt das Telefonnetz, um in Kontakt zu bleiben. Vor allem j\u00fcngere Nutzer greifen lieber zu Sprach- oder Textnachrichten als zum klassischen Telefonat.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Nachrichten statt Gespr\u00e4che<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die meisten Menschen kommunizieren heute \u00fcber Textnachrichten. Im Jahr 2024 wurden in Deutschland 902 Milliarden Sofortnachrichten versendet. Dazu z\u00e4hlen Texte, Fotos, Sprachnachrichten, Videos und Emojis. Das sind 11 Milliarden mehr als im Jahr zuvor.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Messenger-Apps sind heute das wichtigste Mittel der Alltagskommunikation. Viele Nutzer sagen, dass Nachrichten schneller und einfacher sind. Telefongespr\u00e4che finden oft nur noch bei dringenden Fragen oder beruflich statt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dienste wie WhatsApp, Telegram und Facebook Messenger sind besonders beliebt. Aber auch Alternativen wie Signal und Threema gewinnen an Bedeutung \u2013 vor allem bei Nutzern, denen Datenschutz wichtig ist.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Experten sehen dauerhafte Ver\u00e4nderung<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Fachleute gehen davon aus, dass diese Entwicklung bleibt. Die digitale Kommunikation ver\u00e4ndert unser Verhalten. \u201eDie Menschen wollen selbst entscheiden, wann und wie sie kommunizieren\u201c, sagt Technikexpertin Nina Berger. \u201eNachrichten bieten Flexibilit\u00e4t \u2013 das passt besser in den Alltag.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch die Technik hilft dabei: Dank schneller Netze wie 5G funktionieren Videoanrufe und gro\u00dfe Datei\u00fcbertragungen problemlos. Viele Nutzer greifen daher lieber zu Bildern, Videos oder Sprachnachrichten.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Festnetz verliert an Bedeutung<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Besonders stark ist der R\u00fcckgang bei den Festnetzanschl\u00fcssen. Viele junge Menschen haben gar kein Festnetztelefon mehr. Sie nutzen ausschlie\u00dflich das Handy oder Internetdienste.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Bundesnetzagentur berichtet, dass immer weniger Haushalte einen Festnetzanschluss haben. Das liegt auch daran, dass Mobilfunk- und Internetvertr\u00e4ge oft zusammen angeboten werden \u2013 ein zus\u00e4tzlicher Festnetzanschluss ist dann \u00fcberfl\u00fcssig.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Kommunikation ver\u00e4ndert den Alltag<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Einige Forscher warnen, dass weniger pers\u00f6nliche Gespr\u00e4che auch den Umgang miteinander ver\u00e4ndern k\u00f6nnten. Gef\u00fchle oder Stimmungen lassen sich in Textnachrichten schwerer erkennen. Andere sehen Vorteile: Durch kurze Nachrichten bleibt man \u00f6fter und schneller in Kontakt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In Familien und im Berufsleben hat sich die Kommunikation bereits gewandelt. Gruppen-Chats ersetzen heute viele Anrufe. Sprachnachrichten ersetzen lange Gespr\u00e4che. Emojis zeigen Gef\u00fchle, wo fr\u00fcher die Stimme gen\u00fcgte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In Deutschland wird das Smartphone immer seltener zum Telefonieren genutzt. Im Jahr 2021 f\u00fchrten die Menschen noch 163 Milliarden Gespr\u00e4chsminuten \u00fcber das Handy. Bis 2024 sank diese Zahl auf nur noch 145 Milliarden Minuten. Das teilte die Bundesnetzagentur auf Anfrage der dpa mit. 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