{"id":10888,"date":"2025-05-24T09:47:26","date_gmt":"2025-05-24T09:47:26","guid":{"rendered":"https:\/\/stuttgartertageszeitung.de\/?p=4943"},"modified":"2025-05-24T09:47:26","modified_gmt":"2025-05-24T09:47:26","slug":"trump-zolle-bedrohen-deutsche-exporte-top-okonom-warnt-vor-wirtschaftlicher-katastrophe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/pappusaha.com\/munchnerhandelsblatt\/trump-zolle-bedrohen-deutsche-exporte-top-okonom-warnt-vor-wirtschaftlicher-katastrophe\/","title":{"rendered":"Trump-Z\u00f6lle bedrohen deutsche Exporte: Top-\u00d6konom warnt vor wirtschaftlicher Katastrophe"},"content":{"rendered":"\n<p>Ein neuer Handelskonflikt zwischen den USA und der Europ\u00e4ischen Union droht. Der fr\u00fchere US-Pr\u00e4sident Donald Trump k\u00fcndigte an, ab Juni Strafz\u00f6lle in H\u00f6he von 50 Prozent auf Waren aus der EU zu erheben. Die Ank\u00fcndigung erfolgte \u00fcber seine Plattform Truth Social. Besonders f\u00fcr Deutschland h\u00e4tte das gravierende Folgen. Der \u00d6konom Gabriel Felbermayr, Direktor des \u00d6sterreichischen Instituts f\u00fcr Wirtschaftsforschung, warnt vor einer m\u00f6glichen Rezession, sollte der Zoll in dieser H\u00f6he Realit\u00e4t werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Zoll von 50 Prozent w\u00fcrde deutsche Exporte stark belasten. Der Export in die USA k\u00f6nnte nach Einsch\u00e4tzung von Felbermayr um bis zu 80 Prozent einbrechen. Dies h\u00e4tte nicht nur f\u00fcr einzelne Unternehmen, sondern f\u00fcr ganze Industriezweige weitreichende Konsequenzen. Denn die USA sind einer der wichtigsten Handelspartner Deutschlands.<\/p>\n\n\n\n<p>Wirtschaftsexperte Felbermayr spricht von einer \u201ewirtschaftlichen Katastrophe\u201c, falls der Zoll dauerhaft eingef\u00fchrt wird. Die EU m\u00fcsste reagieren, etwa mit Gegenz\u00f6llen auf US-Produkte. Ein solcher Handelsstreit w\u00fcrde auch die Importe aus den USA treffen und somit die Preise in Europa steigen lassen. Besonders betroffen w\u00e4ren Branchen mit starker Ausrichtung auf den US-Markt, etwa die Autoindustrie, Maschinenbau, Pharmaunternehmen und die Chemiebranche.<\/p>\n\n\n\n<p>Der m\u00f6gliche R\u00fcckgang der Exporte h\u00e4tte laut Felbermayr massive Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft. Die ohnehin schwache Konjunktur k\u00f6nnte durch einen solchen Schock in eine erneute Rezession geraten. Selbst ein starker Euro oder ein schwacher Dollar k\u00f6nnten diesen Effekt nicht ausgleichen. Viele Firmen, die in den USA Massenprodukte verkaufen und niedrige Gewinnmargen haben, w\u00e4ren besonders gef\u00e4hrdet.<\/p>\n\n\n\n<p>Zu den Unternehmen, die besonders unter den geplanten Z\u00f6llen leiden w\u00fcrden, z\u00e4hlen Hersteller von Autos und Autoteilen, Pharmaproduzenten sowie Maschinenbauunternehmen. Sie sind auf stabile Handelsbeziehungen mit den USA angewiesen. Durch hohe Z\u00f6lle k\u00f6nnten ihre Produkte auf dem US-Markt zu teuer werden, was die Wettbewerbsf\u00e4higkeit senkt.<\/p>\n\n\n\n<p>Felbermayr fordert daher, dass die EU mit klarer Haltung reagiert. \u201eDie EU muss Gegenz\u00f6lle androhen und auch bereit sein, diese umzusetzen\u201c, sagt er. Nur so k\u00f6nne man eine Verhandlungsposition aufbauen. Das Beispiel China zeigt, dass eine harte Linie zu einem Einlenken Trumps f\u00fchren kann. Damals hatte eine \u00e4hnliche Eskalation zu neuen Gespr\u00e4chen zwischen Washington und Peking gef\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<p>Laut Felbermayr liegt die angedrohte Zollh\u00f6he weit \u00fcber dem, was bisher bef\u00fcrchtet wurde. Z\u00f6lle in dieser Gr\u00f6\u00dfenordnung w\u00e4ren nicht nur f\u00fcr Europa problematisch. Auch US-Unternehmen und Verbraucher w\u00fcrden sp\u00fcrbar darunter leiden. Viele Produkte aus Europa w\u00fcrden deutlich teurer. Die Auswahl im Einzelhandel w\u00fcrde sinken. Die Produktionskosten vieler US-Firmen, die auf europ\u00e4ische Vorprodukte angewiesen sind, k\u00f6nnten steigen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der \u00d6konom sieht daher wenig Chancen, dass Trump diese Ma\u00dfnahmen langfristig durchsetzen kann. Die Sch\u00e4den f\u00fcr beide Seiten w\u00e4ren zu hoch. Dennoch sei es wichtig, dass sich europ\u00e4ische Unternehmen und Regierungen jetzt vorbereiten. Sollte es zu einem Zollkonflikt kommen, w\u00e4ren schnelle Reaktionen notwendig.<\/p>\n\n\n\n<p>Die EU-Kommission pr\u00fcft bereits m\u00f6gliche Antworten auf Trumps Ank\u00fcndigung. Denkbar sind Strafz\u00f6lle auf US-Produkte wie Motorr\u00e4der, Alkohol oder landwirtschaftliche Erzeugnisse. Auch politische Gespr\u00e4che mit Washington werden vorbereitet, um eine Eskalation zu vermeiden.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr deutsche Firmen gilt es nun, die Lage genau zu beobachten. Viele exportorientierte Unternehmen haben bereits in der Vergangenheit unter Handelsstreitigkeiten gelitten. Ein erneuter Konflikt k\u00f6nnte neue Unsicherheit in eine ohnehin fragile Wirtschaftslage bringen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein neuer Handelskonflikt zwischen den USA und der Europ\u00e4ischen Union droht. Der fr\u00fchere US-Pr\u00e4sident Donald Trump k\u00fcndigte an, ab Juni Strafz\u00f6lle in H\u00f6he von 50 Prozent auf Waren aus der EU zu erheben. Die Ank\u00fcndigung erfolgte \u00fcber seine Plattform Truth Social. Besonders f\u00fcr Deutschland h\u00e4tte das gravierende Folgen. 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