{"id":10895,"date":"2025-05-27T09:40:55","date_gmt":"2025-05-27T09:40:55","guid":{"rendered":"https:\/\/stuttgartertageszeitung.de\/?p=4972"},"modified":"2025-05-27T09:40:55","modified_gmt":"2025-05-27T09:40:55","slug":"ukraine-warnt-vor-neuer-russischer-offensive","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/pappusaha.com\/munchnerhandelsblatt\/ukraine-warnt-vor-neuer-russischer-offensive\/","title":{"rendered":"Ukraine warnt vor neuer russischer Offensive"},"content":{"rendered":"\n<p>Der ukrainische Pr\u00e4sident Wolodymyr Selenskyj hat Russland vorgeworfen, eine neue gro\u00dfe Offensive vorzubereiten. In seiner abendlichen Videobotschaft sagte er, es gebe keine Anzeichen daf\u00fcr, dass Pr\u00e4sident Wladimir Putin bereit sei, den Krieg zu beenden oder eine diplomatische L\u00f6sung in Betracht zu ziehen. Stattdessen gebe es viele Hinweise darauf, dass Russland neue Angriffsoperationen plane.<\/p>\n\n\n\n<p>In den vergangenen drei Tagen hat Russland eine Rekordzahl von Drohnenangriffen auf die Ukraine durchgef\u00fchrt. In der Nacht zu Montag heulten erneut die Luftsirenen im Osten und S\u00fcden des Landes. Die ukrainische Luftwaffe warnte vor weiteren Drohnenangriffen in den Regionen Sumy, Charkiw, Dnipropetrowsk, Mykolajiw und in der N\u00e4he der Hafenstadt Odessa. Medien berichteten von Explosionen in Sumy, das nahe der russischen Grenze liegt.<\/p>\n\n\n\n<p>Ob die Angriffe so heftig waren wie am Wochenende, war zun\u00e4chst unklar. Am Samstag und in der Nacht zu Sonntag meldete die Ukraine die heftigsten Drohnen- und Raketenangriffe seit Beginn des Krieges. Russland setzte dabei sowohl Drohnen als auch Marschflugk\u00f6rper ein. Laut dem ukrainischen Milit\u00e4r wurde ein neuer H\u00f6chststand an Angriffen erreicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach Angaben des ukrainischen Generalstabs steht das Land weiterhin unter Druck an der Front. Am Montag h\u00e4tten russische Truppen 141 Angriffe gestartet, davon 53 im Raum Pokrowsk. Die Stadt hatte vor dem Krieg rund 60.000 Einwohner und gilt als strategisch wichtiges Ziel. Trotz massiver Angriffe kommen die russischen Truppen dort kaum voran. Pokrowsk ist inzwischen fast vollst\u00e4ndig zerst\u00f6rt.<\/p>\n\n\n\n<p>Milit\u00e4rexperten halten die Lage n\u00f6rdlich von Pokrowsk f\u00fcr besonders gef\u00e4hrlich. Zwischen Pokrowsk und Torezk sei den russischen Truppen ein Durchbruch gelungen, wodurch nun auch die Stadt Kostjantyniwka bedroht sei. Sollte dies zutreffen, k\u00e4me Russland seinem Ziel n\u00e4her, das gesamte Gebiet Donezk zu erobern.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch im Norden der Ukraine droht eine neue russische Offensive. Die Region Sumy gilt als m\u00f6gliches Ziel f\u00fcr einen Sommerangriff, besonders seitdem sich ukrainische Truppen aus der russischen Region Kursk zur\u00fcckgezogen haben. Pr\u00e4sident Putin hatte angek\u00fcndigt, einen 30 Kilometer breiten Streifen entlang der Grenze zur Pufferzone machen zu wollen.<\/p>\n\n\n\n<p>Selenskyj betonte, dass Russlands Vorgehen zeige, dass kein Interesse an Frieden bestehe. Die j\u00fcngsten Gro\u00dfangriffe auf ukrainische St\u00e4dte seien aus milit\u00e4rischer Sicht sinnlos und dienten nur der Zerst\u00f6rung. Er forderte erneut st\u00e4rkere Sanktionen gegen Moskau und mehr internationalen Druck.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch der ehemalige US-Pr\u00e4sident Donald Trump kritisierte die Angriffe und warf Putin vor, zu weit gegangen zu sein. Der Kreml wies die Kritik als \u00fcbertrieben zur\u00fcck. Ein Sprecher sagte, Putin tue nur das, was f\u00fcr die Sicherheit Russlands n\u00f6tig sei.<\/p>\n\n\n\n<p>In Deutschland sorgt eine \u00c4nderung der Waffenpolitik f\u00fcr Diskussionen. Bundeskanzler Friedrich Merz erkl\u00e4rte, dass die Ukraine nun deutsche Waffen auch gegen Ziele in Russland einsetzen d\u00fcrfe. Es gebe keine Reichweitenbeschr\u00e4nkungen mehr f\u00fcr Waffen, die von Deutschland, Gro\u00dfbritannien, Frankreich oder den USA geliefert wurden. Damit k\u00f6nne sich die Ukraine nun auch durch Angriffe auf russische Milit\u00e4rstellungen verteidigen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das stellt einen Kurswechsel gegen\u00fcber der Politik von Olaf Scholz dar. Dieser hatte im letzten Jahr nur den Einsatz deutscher Waffen nahe der Region Charkiw erlaubt. Eine weitergehende Freigabe lehnte er bislang ab.<\/p>\n\n\n\n<p>Aus der SPD kam Kritik an Merz&#8217; Entscheidung. Der au\u00dfenpolitische Sprecher Ralf Stegner sagte, eine Ausweitung des Krieges sei falsch. Stattdessen sollten die diplomatischen Bem\u00fchungen verst\u00e4rkt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch der Kreml reagierte auf die \u00c4u\u00dferung von Merz. Ein Sprecher bezeichnete die Entscheidung als gef\u00e4hrlich, falls sie zutreffe.<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend Russland seine Angriffe ausweitet, fordert die Ukraine weiterhin mehr Hilfe. Die Regierung bittet um zus\u00e4tzliche Luftabwehrsysteme, mehr Waffen und h\u00e4rtere Sanktionen gegen Russland. Der Krieg dauert nun schon mehr als drei Jahre, viele St\u00e4dte in der Ukraine sind zerst\u00f6rt. Dennoch bleibt das Land entschlossen, sich weiter zu verteidigen.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der ukrainische Pr\u00e4sident Wolodymyr Selenskyj hat Russland vorgeworfen, eine neue gro\u00dfe Offensive vorzubereiten. 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